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Die faire Entwicklung geht weiter

Langeweile. Im Internet passiert (mir) mal wieder zu wenig. Was tun? Stöbern.

Diesmal wird das hier nichts langes. Eines der Projekte, die ich mit erhöhter Aufmerksamkeit verfolge, ist Fairphone (http://www.fairphone.com). Also direkt mal wieder gestöbert und siehe da:
Es gibt Neuigkeiten.

Die Entwicklungen am Fairphone Next Generation gehen los und das Team macht erstmal etwas ziemlich kluges: Den Markt abtasten. Marktforschung und Bedarfsermittlung vom Feinsten. Wie? Man fragt einfach nach, wer Interesse an so einem Gerät hat in dem man sich in eine unverbindliche Liste einträgt.

Habe mich mal angemeldet und bestätigt dafür, denn das Fairphone 2/NG/whatever ist mein persönlicher Kandidat um eine mögliche Nachfolge meines bisherigen Gerätes zu werden. Kandidat ja, Kaufabsicht momentan noch nein. Die technischen Spezifikationen sind mir ehrlich gesagt egal - das Teil kann gar nicht in irgendeinem Parameter meinem jetzigen Teil unterlegen sein.

Ich zögere nur eher wegen der konkreten Realisierung technischer Möglichkeiten. Konkret geht es mir um die folgenden drei Dinge:
  • Unterstützung des CyanogenMOD-Projektes als Betriebssystem
  • Steckplatz für eine externe Speicherkarte
  • Austauschbarer Akku
Akku und Speicherkarte sind mir wichtig, um das Teil möglichst langlebig zu haben und erweitern.

Das CyanogenMOD-Projekt (htttp://www.cyanogenmod.org) ist etwas spannendes. Grundsätzlich laufen die Smartphones mit den Betriebssystemen und deren herstellerabhängigen Anpassungen - das ganze bezeichnet man als ROM. Diese ROMs beinhalten Android, Treiber für das Gerät und jede Menge Bloatware (Apps, die zwangsinstalliert werden - niemand braucht sowas!). Negativbeispiel ist für mich derzeit Samsung. Hier gab es nicht entfernbares Zeug ohne Ende. Auch Google packt viele eigene Apps und Dienste direkt mit in seine ROMs für die eigenen Nexus Geräte.

Es geht aber auch anders. Das AOSP (Android Open Source Project - http://source.android.com) stellt den Quellcode von Android zur Verfügung und das Team von CyanogenMOD bastelt ihre eigenen Features und Treiber drum herum. Der Vorteil: Transparenz und kein Ballast, sowie stets die aktuellsten Android-Versionen für viele Geräte. Wieso ist mir das wichtig?

Mein Samsung Galaxy S2 lebt derzeit nur auf Grund dieses Projektes auch weit hinter der Herstellerunterstützung noch weiter und läuft mit einem aktuellen Betriebssystem und obwohl Fairphone eine ganz andere Firmenmentanlität und -Vision verfolgt gibt mir das ganze ein beruhigendes Gefühl. Emotionale Argumentation, technisch weiß ich worauf ich mich einlasse und welche Entscheidung zu welchen Konsequenzen führt.

Ein echtes No-Go-Kriterium ist das natürlich nicht für mich. Das Gesamtpaket muss stimmen und das finde ich derzeit eher bei Fairphone als bei Samsung.

Wer denkt, dass Samsung es ja nur Gut meint mit dem Vorinstallieren von Apps und Diensten sollte mal bei Google nach "Korea Bloatware" suchen. Da haben die Gerichte jetzt sogar schon dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben, nachdem bis zu 40 (!) Softwarepakete unlöschbar vorgeladen wurden. Lächerlich, dass der Kunde seine Mündigkeit erst durch Gerichtsbeschlüsse zurückerhält.

Eine Veränderung im Konsumverhalten erfordert ja zu viel Verstand.

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