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Smartphone 2.0

Das Fairphone 2 kann vorbestellt werden, lange habe ich mit dem Gedanken gerungen dies auch zu tun. Bislang ist noch nichts passiert bei mir. Wieso? Ich denke der Zeitpunkt ist momentan falsch. Leistungsmerkmale spielen dabei keine Rolle, sondern viel mehr die bevorstehende technologische Evolution.

Nochmal ein kurzer Blick zurück auf das Geschäft, welches seit 2007 sich selbst immer mit dem gleichen Rhythmus erneuern konnte: Smartphones wurden durch Verbesserung technischer Eigenschaften, Sensoren und Software-Gedöns quasi im Halbjahrestakt mindestens doppelt so gut wie dessen Vorgänger. Die Kunden liebten es, weil sie immer mehr machen konnten.

2015 hat sich (zumindest bislang ist das festzustellen) der Trend gedreht: Ob ein 4- oder 8-Kern-Prozessor im Smartphone steckt spielt keine Rolle mehr. Entweder interessiert den Kunden das eh nicht, oder die Leistung wird einfach nicht gebraucht. Die technischen Eigenschaften und Sensoren stecken allesamt in allen Geräten der selben Klasse, hier sind es höchstens feinste Grade, die den Unterschied machen. Doch was bedeutet das? Der Kaufanreiz der letzten Jahre ist weggefallen und hat sich selbst überflüssig gemacht. Reine technische Leistung bringt keinen Mehrwert mehr (zumal sie ja eh nicht aufhört zu steigen). Der Kunde ist satt!

Was jetzt funktioniert und passieren muss? Ich sehe zwei Möglichkeiten:
1. Hersteller können sich auf das Nischengeschäft konzentrieren. Da platziert sich Fairphone schon jetzt, der Erfolg ist vorhanden.

2. Das Smartphone 2.0 oder X (Next-Generation, Neu, whatever) muss her. Hierbei muss der Ansatz verfolgt werden, dass eine Integration in die non-Smartphone-Welt stattfindet. Wearables und intelligente Zahnbürsten spielen hier keine Rolle. Der Fokus sollte klar auf dem nahtlosen Übergang zwischen Smartphone und dem Laptop/PC. 
Dieser Bereich wird sogar schon erweitert, ist bislang jedoch nur im Apple-Ökosystem umgesetzt.

Worauf ich gespannt bin: Windows 10 kommt sowohl für Laptops/PCs und Smartphones.
Hier kann beides schön verschmolzen werden und darauf hoffe ich.

Allerdings steckt das mal wieder in den Kinderschuhen, das nächste halbe Jahr kann richtungsweisend sein, oder die Idee kaputtmachen. Ich bleibe gespannt und bis dahin bleibt meine Kaufentscheidung ein klar positioniertes: Nein. Ob es dann noch ein Android-Gerät wird will ich derzeit nicht sagen.

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